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Mein Weg

In meinem Weg möchte ich mich gerne vorstellen, damit Sie etwas mehr über mich erfahren.

Ich heiße Markus Gagliano (gesprochen Galiano) und wurde am 10. Oktober 1968 in Oberhausen geboren. Meine Kindheit wurde durch zahlreiche Wohnortwechsel geprägt. Es war für uns Kinder sehr schwierig, soziale Kontakte aufzubauen und langfristige Freundschaften zu knüpfen. Auch die unterschiedlichen Bildungstandards in den verschiedenen Bundesländern machten es für uns sehr schwierig, konstant und auf einem gleich bleibenden Niveau zu lernen. Unbewußt musste ich bereits in meiner Kindheit lernen, mit den verschiedensten Schwierigkeiten des Lebens umzugehen. Heute ist mir bewusst, daß meine Kindheit und Jugend mich positiv gestärkt hat.

Als ich ca. 4 Jahre alt war, stellte meine Mutter fest, dass ich nicht gut sehen konnte. Sie suchte mehrere Augenärzte mit mir auf, für mich als Kind eine sehr langweilige und auch anstrengende Angelegenheit. Mir war eigentlich nie bewusst, was dort mit mir geschah. Als wir in Baden Württemberg lebten, bekam meine Mutter eine Überweisung in die Uni Klinik Tübingen. Dort begann die gesamte anstrengende Tortur der Untersuchungen erneut. Wir verbrachten viele Tage und unzählige Stunden bei den zahlreichen Augenärzten, bis es dann endlich mal zu einer Diagnose kam. Es wurde eine noch nicht sehr lange bekannte Krankheit diagnostiziert. Ihr Name lautet "Retinitis Pigmentosa". Diese Diagnose war für meine Mutter ein Schock, denn sie bedeutete, daß ich erblinden werde und daß es für diese Augenkrankheit keine med. Therapie bzw. Aussicht auf Heilung gibt. Hatten wir doch gerade erst vor drei Jahren eine ähnliche Situation durchlaufen, bei der ich ein viertel Jahr von meiner Familie getrennt wurde. Durch starke Bronchitis war ich als Kind immer sehr anfällig und kränkelte sehr häufig. Die Ärzte ließen mir Rachenmandeln und Polypen entfernen. Während meines mehrere Wochen andauernden Krankenhausaufenthaltes durfte ich nur mit einem Telefonhörer und getrennt durch eine dicke Glasscheibe mit meiner Mutter und meiner Oma sprechen. Danach folgte ein sehr langer Kuraufenthalt. In dieser Zeit sah ich kein Mitglied meiner Familie.

Wir hatten mit vielen negativen Ereignissen zu kämpfen.
Ich wusste als Kind nicht, wie diese Belastung sich auf das Verhalten der Erwachsenen auswirken konnte, es kam, wie es kommen musste, Streitigkeiten zwischen den Eltern, Arbeitslosigkeit und andere Probleme bestimmten bei uns den Alltag. Körperliche Gewalt gegen uns Kinder wurde ein regelmässiger Bestandteil der Erziehung! Die Jahre vergingen und wir zogen erneut um, dieses Mal nach Niedersachsen. Ein erneuter Schulwechsel und erneuter Verlust von sozialen Kontakten machten das Leben für uns Kinder schwieriger. Als Jugendlicher stellte ich fest, daß mich immer wieder andere Menschen, zumeist Jugendliche, in ihre Problemwelt einweihten. Langsam aber stetig ging der Prozess vorwärts, der mich prägte. Ich wurde immer offener und sensibler für die Konflikte anderer Menschen. Ich nahm zuerst unbewußt diese Rolle an und versuchte, anderen behilflich zu sein.
Mittlerweile bin ich nicht mehr sehend und als blind anerkannt. Die vergangenen Jahre lehrten mich immer mehr zu verstehen, was es heißt Konflikte und Schwierigkeiten des Lebens bewältigen zu müssen. Ich lernte Menschen kennen, die es nicht geschafft hatten, ihre Probleme zu erkennen.

Anpassungsschwierigkeiten treten sehr gehäuft auf, schon die kleinste Veränderung im Leben kann zu solchen Schwierigkeiten führen.  Vielen Menschen, die mir ihr Vertrauen aussprachen, konnte durch offene und ehrliche Gesprächsberatung geholfen werden. Das hat mir auf  meinem Weg sehr geholfen. Meine Schule war und ist das Leben. Auch die letzten Jahre lehrten mich, mehr und mehr mit Schwierigkeiten umzugehen und nach positiven Lösungen zu suchen und diese zu finden. Heute bin ich sehr glücklich in einer Beziehung und frischgebackener Vater eines kleinen Mädchens. Aus meiner zweiten Ehe habe ich zwei Jungen und aus erster Ehe habe ich ebenfalls zwei Jungs, die allerdings schon groß und eigenständig sind.

Mein jüngster Sohn aus zweiter Ehe leidet unter der Krankheit "frühkindlicher Autismus". Diese Diagnose war für mich der Anfang des Lernens, mit dieser Krankheit umzugehen. Wir mussten leider feststellen, daß die Kinderärzte bei solchen Kindern mit auffälligen Symptomen lieber die Eltern als unfähig darstellen, ohne überhaupt mal zu versuchen, nach einer med. Diagnose und Ursache zu suchen. Diese Erfahrung mussten wir allerdings auch schon Jahre vorher machen mit dem Sohn meiner zweiten Frau aus erster Ehe (ADS) und mit unserem gemeinsamen ersten Kind in zweiter Ehe (hyperaktiv).

"Aktualisiert 08/2008"
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben ergeben, dass es leider vielen Eltern so ergeht, um Hilfe zu ersuchen und in diesem heutigen Gesundheitssystem oftmals Negatives zu erfahren!
"Ende der Aktualisierung"

Es war eine sehr anstrengende Zeit mit vielen Schwierigkeiten, die wir durchleben mussten. Unser Kinderarzt war uns keine Hilfe, es gab auch keine Ansprechpartner, da auch wir vollkommen überfordert gewesen sind. Nur eine radikale Veränderung unseres Lebens brachte uns wieder auf einen positiven Weg. Wir erarbeiteten uns Lösungen, konsultierten andere Ärzte und informierten uns mittels Fachliteratur und Internet. Die Trennung von unserem damaligen Kinderarzt hat uns weitergeholfen. Unser Sohn hat sich super positiv entwickelt. Die Probleme bei frühkindlichem Autismus bestehen natürlich weiterhin, aber durch die Diagnostik haben wir nun einen Namen erhalten und konnten lernen, damit umzugehen.

Das wichtigste ist, sich umzustellen und sich den neuen Herausforderungen anzupassen. In den vergangenen Jahren sprachen mir viele Menschen ihr Vertrauen aus, ich lernte Menschen kennen, die sehr müde wirkten, die mit einer erlebten unangenehmen Situation nicht fertig wurden. Menschen, die Probleme in ihrer Beziehung hatten, aber auch Menschen, die sich unverstanden gefühlt haben.
Das Suchen nach der Lösung dieser schwierigen Situationen ist leider vielen Menschen selbständig nicht möglich.

Natürlich habe ich auch Bücher über Psychologie und Psychiatrie gelesen.
Diese Fachinformationen, mein eigenes Leben und die mit Klienten gemachten Erfahrungen sind die Grundlage dafür, Menschen beratend helfen zu können. Und gemeinsam mit ihnen vertrauensvoll an Lösungen zu arbeiten.
Viele positive Rückmeldungen haben mich bestärkt, diese Dienstleistung anbieten zu können.

Am 12.12.2006 habe ich die staatliche Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie in Hannover absolviert und erfolgreich bestanden.

Wenn Sie weitere Fragen zu meiner Person haben, dann kontaktieren Sie mich doch einfach, und ich werde Ihnen diese gerne beantworten.

Schaut auch auf Hypnose-Hildesheim und auch auf Kinder-Jugend-Familientherapie